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Folgen der globalen Erwärmung

Bevor du über die teilweise verheerenden Folgen der globalen Erwärmung liest, möchten wir eines vorwegnehmen: Es ist noch nicht zu spät, etwas zu ändern! Durch das Radfahren hilfst du dem Klima bereits sehr, aber es gibt natürlich noch viele andere Möglichkeiten, Treibhausgase zu vermeiden, wobei dir unsere Energiespartipps helfen können. Wichtig ist nur, dass jeder etwas tut, die Verantwortung nicht auf andere abwälzt (wie z. B. auf die Politiker) und nicht resigniert nach dem Motto „Was kann ich schon gegen diese gewaltigen Probleme machen?“ aufgibt. Denn frei nach Obama lautet auch das Motto gegen den Klimawandel „Yes we can!“


Veränderte Jahreszeiten

Habt ihr auch schon mitbekommen, dass der Frühling in Deutschland immer früher beginnt? Mittlerweile schon zwei Wochen! Dies ist eine der schon sicht- und spürbaren Folgen des Klimawandels, die auf den ersten Blick gar nicht so schlimm zu sein scheint. Schließlich freut sich fast jeder, wenn der Winter vorbei ist. Doch bei manchen Vögeln, wie z. B. der Blaumeise, führt dies zu einer großen Nahrungsknappheit. Die Raupen, die die Nahrungsgrundlage für die Jungen bilden, schlüpfen nun früher als die Jungvögel und können nicht verfüttert werden.


Veränderte Niederschlagsmuster, Dürren und Überschwemmungen

Die globale Erwärmung führt zu einer veränderten Verteilung der Niederschläge. Das heißt, dass es in einigen Gebieten viel mehr regnet und in anderen viel weniger als normal üblich wäre. Niederschläge entfielen in der letzten Zeit vor allem in Kanada, Nordeuropa, Westindien und Ostaustralien. Besonders in West- und Ostafrika und im Westen Lateinamerikas wurden Rückgänge von bis zu 50% gemessen. Dies ist besonders dramatisch, da sie zu großen Dürren führen, die Hungersnöte mit sich bringen.

Auf der anderen Seite wird ein Anstieg der Niederschläge für den Osten Grönlands, für Teile Lateinamerikas und Westafrikas sowie besonders über dem Pazifischen Ozean erwartet. Dies führt zu starken Überschwemmungen, wie z. B. in Pakistan, Indien oder Bangladesch. So treffen die Auswirkungen des Klimawandels oft die Ärmsten der Armen. Sie verlieren ihre Ernten, müssen hungern und verlieren durch die Überschwemmungen ihr letztes Hab und Gut.

Doch nicht nur in Pakistan gibt es Überschwemmungen, auch in Deutschland kommt es nun zu Hochwasser durch den Klimawandel, wie z. B. beim schweren Elbehochwasser 2002.


Waldbrände

Nicht von Menschen verursachte Waldbrände sind natürliche Vorgänge, die unregelmäßig auftreten und wichtige Funktionen im Ökosystem Wald übernehmen. Doch eine Studie kommt zu dem Schluss, dass in den westlichen USA ein sprunghafter Anstieg der Anzahl, Stärke und Dauer von Waldbränden erfolgte. Diese Brände sind so heiß, dass sich die Pflanzen nicht mehr erholen können. In Kalifornien wurde 2018 durch die außer Kontrolle geratenen Waldbrände eine Stadt zerstört und 85 Menschen sind umgekommen. Auch in Deutschland gab es Waldbrände, in Brandenburg sogar den zweitschlimmsten seit Beginn der Aufzeichnungen.


Erhöhung des Meeresspiegels

Nach dem IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change; Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen) ist ein durchschnittlicher Anstieg des Meeresspiegel bis 2100 zwischen 50 cm und 140 cm möglich. Nun könnte man denken, dass so ein paar Zentimeter nichts ausmachen, doch es handelt sich um einen weltweiten Durchschnittswert! Lokal kann es dramatische Ausmaße annehmen, wie z. B. auf Inseln, die nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegen. So haben Inselgruppen wie Tuvalu bereits begonnen, ihre Bewohner umzusiedeln, da sie beginnen, im Meer zu versinken. Aber nicht nur Inseln sind betroffen, sondern auch größere Länder, die teilweise unter dem Meeresspiegel liegen wie z. B. die Niederlande und Bangladesch.


Erwärmung der Meere

Die Meere erwärmen sich durch die steigenden Temperaturen. Dies hat große Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt, da die Meere durch höhere Temperaturen sauerstoffärmer werden. Außerdem können manche Tiere schon bei geringfügig höherer Wassertemperatur nicht mehr überleben und sterben so aus. Dadurch wird wiederum die Nahrungskette unterbrochen und viele andere Tiere finden nichts mehr zu fressen.


Polkappen

Besonders in der Arktis, also am Nordpol, steigt die Wassertemperatur stark an, so dass Gletscher dort besonders schnell abschmelzen. Das Abtauen hat einen großen Einfluss auf die Tierwelt, so schmilzt dem Eisbären buchstäblich das Eis unter den Füßen weg und er kann nicht mehr jagen, um sich und seine Jungen zu ernähren.

Der Bundesstaat Alaska hat sich in den vergangenen 50 Jahren doppelt so schell erwärmt wie der Rest der USA. Dies führt zu einer früheren Schneeschmelze, der gefrorene Boden taut auf und ganze Siedlungen versinken im Schlamm.

 

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