Globale CO2-Verursacher

Du weißt bereits, dass Kohlenstoffdioxid (CO2) bei allen Verbrennungsprozessen entsteht, und dass der Verkehr in Deutschland am zweit meisten von dem Treibhausgas produziert. Doch was ist mit den anderen Bereichen?
An erster Stelle steht der Energiesektor – also die Stromerzeugung – mit 45 Prozent. An dritter Stelle folgen die Haushalte mit 14 Prozent und fast an gleicher Stelle die Industrie mit 13 Prozent.

Darüber hinaus gibt es noch andere globale Ursachen für den Klimawandel.

  • Große Wälder werden weltweit in landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt. Dadurch wird die Erde gleich doppelt aufgeheizt. Zum einen werden bei Abholzung und Brandrodung 2,4 Milliarden Tonnen CO2 und andere Treibhausgase frei. Zum anderen fehlen die gerodeten Wälder als CO2-Speicher.

  • Diese landwirtschaftlichen Nutzflächen sind nur bedingt für die Ernährung der heimischen Bevölkerung gedacht. Ganz im Gegenteil: Der größte Teil der dort erzeugten Nahrung geht in die Mägen der westlichen Welt – also auch in deinen. Entweder werden die Wälder gerodet, um auf diesen Flächen Rinder zu halten und direkt Fleisch zu produzieren. Oder es wird Futtermittel vor allem Soja angebaut. Dieses landet anstatt auf den Tellern der lokalen Bevölkerung in Viehmägen, damit vor allem die reicheren Länder billig und viel Hühnchen, Steaks und Schinken essen können. Also ist unser Fleischkonsum mitverantwortlich für die Rodung der Regenwälder.

  • Bei der Verdauung der Tiere entsteht Methan, ein viel aggressiveres Treibhausgas als CO2. Ein Methan-Molekül hat eine 20fach klimaschädigendere Wirkung als CO2. 112  Millionen Tonnen Methan werden weltweit im Jahr durch Rinderzucht freigesetzt. Insgesamt stammen global 18 Prozent aller Emissionen des Treibhausgases CO2 aus der Landwirtschaft. Das ist mehr, als weltweit der gesamte Verkehr erzeugt. Dabei sind alle Nutztiere – Rinder, Schafe, Schweine und Geflügel – berücksichtigt, ebenso wie der industrialisierte Getreideanbau.

  • Methan entsteht übrigens nicht nur im Verdauungssystem von Wiederkäuern sondern auch beim Reisanbau auf nassen Feldern oder auf Mülldeponien. 
Fotos: istockphoto

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