Mauerradweg

160 Kilometer war die Mauer lang, die Westberlin bis zum Jahr 1989 von der DDR trennte. Früher standen dort im sogenannten Todesstreifen zwischen DDR und Bundesrepublik Deutschland Wachtürme und Lampen, die die ganze Nacht über hell leuchteten. Grenzsoldaten passten auf, dass niemand vom Osten nach Westdeutschland floh.

 

Heute kannst du mit dem Fahrrad dort fahren, wo früher die Mauer stand – auf dem Mauerradweg. Er ist so lang wie die frühere Grenze. Der Weg ist ausgeschildert und in mehrere Etappen aufgeteilt. Ein großer Teil des Wegs verläuft entlang der ehemaligen Außengrenze zwischen Berlin und dem Bundesland Brandenburg.

 

40 Kilometer führen direkt durchs Zentrum von Berlin. Vorbei am Postdamer Platz, am Checkpoint Charlie und am Brandenburger Tor. Die Berliner Mauer ist zwar nach der Wende fast komplett abgerissen worden. An vielen Stellen kannst du den ehemaligen Verlauf aber noch sehen. Schau auf den Boden: Dort findest du eine doppelte Kopfsteinpflasterreihe und einen Bronzestreifen, wo früher die Grenze war.

 

Wenn du dir die Originalmauer anschauen willst, kannst du z.B. zum Ostbahnhof fahren. Dort findest du die sogenannte East Side Gallery. Das ist ein Stück Berliner Mauer, das nach der Wende nicht abgerissen wurde. Viele Künstler haben es bemalt und mit Graffiti besprayt.

 

Du kannst entweder auf eigene Faust auf dem Mauerradweg fahren oder du machst eine geführte Radtour mit. Der ADFC, die „Fahrradstation“ und das Team von „Berlin on bike“ bieten Mauertouren in der Stadt an. Die Touren kosten zwölf bis 15 Euro, Leihräder sind inklusive.

 

Mehr Infos:

 

Wer lieber allein unterwegs ist, kann sich das Buch „Berliner Mauer-Radweg“ kaufen. Geschrieben hat es der Europa-Abgeordnete Michael Cramer von der Partei "Die Grünen". Michael Cramer hat sich nach der Wende sehr dafür eingesetzt, dass der Mauerradweg gebaut und ausgeschildert wird. Ohne ihn gäbe es diesen Weg nicht. In dem Radtourenbuch beschreibt Michael Cramer die einzelnen Streckenabschnitte und erklärt die Sehenswürdigkeiten entlang des Weges. Alle Etappen beginnen und enden an einem Bahnhof, so dass ihr eure Tour jederzeit unterbrechen und wieder zurückfahren könnt. Das Radtourenbuch "Berliner Mauer-Radweg" ist 2007 im Esterbauer-Verlag erschienen und kostet 11,90 Euro.

 

Zum Interview mit Michael Kramer.

 

Foto: mbburi/pixelio.de
Foto: ingelotte/pixelio.de
Foto: Babajaga./pixelio.de
Foto: marctwo/pixelio.de
Foto: Daniela Richter/pixelio.de

Großartig: zum 10jährigen FahrRad!-Jubiläum habt ihr gleich zwei Rekorde geschafft: höchste Teilnehmer- und Kilometeranzahl!Vielen Dank für so viel Einsatz und die tollen Einsendungen! Ab Ende September werden wir die GewinnerInnen benachrichtigen!