Fahrradfreundlich?

Der Nationale Radverkehrsplan (NRVP)

1. NRVP (2002 – 2012)

Mit dem Ziel die Nutzung des Fahrrads als Verkehrsmittel in Deutschland zu fördern, hat die Bundesregierung am 24. April 2002 nach einem Beschluss des Deutschen Bundestages den "Ersten Nationalen Radverkehrsplan" verabschiedet. Der Nationale Radverkehrsplan bildet die Grundlage für die Radverkehrspolitik in Deutschland. Im Zeitraum 2002 bis 2012 flossen demnach 100 Millionen Euro in den Radverkehr. Diese Finanzmittel sollten dazu genutzt werden, die Möglichkeiten des Fahrrads als Verkehrsmittel besser auszuschöpfen und den Anteil des Fahrrades am gesamten Verkehrsaufkommen deutlich zu steigern. Gerade in der Stadt ließen sich viele Autofahrten vermeiden, wenn die Menschen konsequenter auf ihr Fahrrad für kurze Wege umsteigen würden. Auf Strecken um die fünf Kilometer ist man mit dem Fahrrad in der Stadt sogar oftmals schneller unterwegs als mit anderen Verkehrsmitteln. Außerdem entsteht so kein CO2, weshalb das Fahrrad die umweltfreundlichste Alternative darstellt (abgesehen vom Zufußgehen natürlich).

Mit dem Nationalen Radverkehrsplan 2002-2012 wurde eine deutschlandweite Steigerung des Radverkehrsanteils sowie die Festigung eines Bewusstseins für den Radverkehr, vor allem bei Ländern und Kommunen erreicht. Das Vorbild des Nationalen Radverkehrsplans heißt übrigens Masterplan Fiets und kommt aus den Niederlanden. Dank konsequenter und jahrelanger Förderung beträgt dort der Anteil des Radverkehrs mittlerweile 34 Prozent bei Strecken bis zu 7,5km (Stand 2012).

2. NRVP (2012 – 2020)

Anfang September 2012 hat das Bundeskabinett den neuen Radverkehrswegeplan 2020 beschlossen und damit die Leitlinien für die Radverkehrsförderung neu ausgerichtet. Inhaltlich handelt es sich nicht um eine reine Fortführung, sondern um eine Weiterentwicklung, weil die Radverkehrsförderung auf die neuen verkehrspolitischen und gesellschaftlichen Herausforderungen ausgerichtet wird - wie zum Beispiel die zunehmende Elektromobilität im Radverkehr und .die Kapazitätsprobleme der Städte. Weitere Schwerpunkte des NRVP 2020 sind unter anderem die Förderung von Radverkehr im ländlichen Raum sowie Verkehrssicherheit.

 

Fahrradfreundlichkeit in deutschen Städten

2012 wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von FahrRad! aufgerufen, Ihre Stadt hinsichtlich der Fahrradfreundlichkeit zu bewerten. Mehr als 65 Prozent der Befragten schätzten die Fahrradfreundlichkeit ihres Wohnortes als „sehr gut“ oder „gut“ ein. Knapp die Hälfte der Befragten gab an, dass es in Ihrem Ort genügend Radwege gibt. Allerdings fühlten sich  nur jeder fünfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Ihrer Stadt als Radfahrer „sehr sicher“. Knapp zwei Drittel hingegen gaben aber an, dass sie sich „sicher“ fühlen.

Nun haben wir 2013. Unterstützt ihr die oben gennannten Angaben? Konkret gefragt: Wie schätzt ihr die Fahrradsituation bei euch vor Ort ein? Macht mit bei der Umfrage und sagt uns eure Meinung.

1. Grund fürs Radeln: Spaßfaktor Fahrrad

Auf dem Fahrrad lässt sich viel mehr erleben als im Auto. Du kannst mit Freunden Spaß haben und die neusten Neuigkeiten austauschen oder alleine deine Fahrt genießen. Neben Fahrradtouren und Wettfahrten, gibt es außerdem noch Radsportarten wie Radball, Kunstradfahren oder Radpolo - die Vielzahl der Aktivitäten und Sportarten ist fast unendlich.
Foto: M. Gloger